Hauptinhalt

Nachwuchsdesign

Gestaltetes Handwerk

Präsent 4.0

Das Design vereint das nachhaltige und variable Potenzial der rein durch Maschenbildung erzeugten Fläche mit einer gewebeähnlichen Dichte und Festigkeit bei gleichzeitiger Feinheit.

Unter Verwendung sehr feiner Merino-Garne entstand eine Kollektion formstabiler und dabei leichter Gestricke, die, durch diverse Veredelungsverfahren verfeinert, für den Bereich der Oberbekleidung konzipiert wurden. Wolle besticht seit tausenden von Jahren durch seine besonderen Trageeigenschaften wie die hohe Feuchtigkeitsaufnahme, die Formbarkeit, eine temperaturausgleichende Wirkung sowie selbstreinigende Kräfte.

Chemnitz, als historisch gewachsene Textilmaschinenbaustadt und mit einem dadurch entstandenen, ortsansässigen Wissen bereicherte das Design durch eine gesellschaftspolitische und soziale Relevanz. Die textile Produktionskette ist hier vor Ort mit all seinen Schritten umsetzbar – das Design repräsentiert im Zeitalter der Textilindustrie 4.0 die Option, die Gestaltung des Designers auf alle Schritte der Herstellung wirken zu lassen.

Der Charakter des Endprodukts, sowohl visuell als auch haptisch, generiert sich durch die Verschränkung händischen, manuellen Strickens über die Wahl des Materials in einem industriellen Produktions-Setting mit der Interaktion des Designers.

Gerade weil die Prozesse heute automatisiert werden können, ist die Rolle des Textildesigners an der Schnittstelle Maschine und Material relevanter denn je.

Das Projekt wurde in in Kooperation mit dem Sächsischen Textilforschungstitut e.V., der Firma Terrot in Chemnitz und mit der Schoeller Spinning Group, der Südwolle Gruppe und Zschimmer und Schwarz realisiert.

zurück zum Seitenanfang